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Ein (Kriminal-) Roman für Genussleser!

Geschrieben von Birgit Weszelka am 07.08.2009 in der Kategorie: Bücher

Wir befinden uns in dem idyllischen 2.900-Seelen-Ort Saint-Denis im südfranzösischen Périgord: Jeder kennt jeden und außer gelegentlichem Ärger mit EU-Bürokraten, die den Wochenmarkt des Dorfes ins Visier genommen haben, gibt es kaum Grund zur Aufregung. Der einzige Polizist der kleinen Gemeinde, Benoît Courrèges, genannt Bruno, führt ein recht geruhsames Leben.

Bruno ist Gourmet und leidenschaftlicher Hobbykoch und der begehrteste Junggeselle von Saint-Denis. Mit typisch südfranzösischer Gelassenheit sorgt er für Recht und Ordnung. Bis eines Tages der alte Hamid Mustafa al-Bakr, ein Veteran aus dem Algerienkrieg, ermordet aufgefunden wird – mit einem Hakenkreuz in seine Brust geritzt. Da das Verbrechen offenbar rassistische Hintergründe hat, werden nationale Polizeibehörden eingeschaltet. Bruno nutzt seine Ortskenntnisse und Beziehungen und deckt schließlich die in der Résistance-Zeit wurzelnden Ursachen des Verbrechens auf.

Mit Bruno, chef de police zeigt Martin Walker, dass das Lesen eines Krimis ein äußerst sinnliches Erlebnis sein kann: Confits, pâtés, millefeuilles, selbst angesetzter vin de noix, schöne Frauen, … In jeder Zeile steckt die pure französische Lebenslust, das „savoir vivre“. Gerade diese prickelnde Beschreibung des Lebens und der Menschen im Périgord macht den besonderen Reiz dieses Romans aus. Und mit Bruno hat Martin Walker der Literatur einen neuen starken, sympathischsten Ermittler geschenkt, den jeder Leser sofort ins Herz schließen wird!

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