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„Oben“ 3-D: Ein „grumpy, old man“ geht in die Lüfte

Geschrieben von Gastautor am 15.10.2009 in der Kategorie: Filme

Neben bezaubernden Bildern, eindrucksvollen Landschaften und liebevollen, bisweilen auch eigensinnigen Charakteren, erwartete man sich von Oben, dem neuen Animationsfilm aus dem Hause Disney/Pixar, vor allem eines: eineinhalb Stunden voller Staunen, glänzender Augen und offener Münder bei den Kinobesuchern. All das bot der Film – und doch war diesmal vieles anders.

Im Film selbst geht es um Mr. Carl Fredricksen, der es sich nach dem Tod seiner Frau zur Aufgabe macht, ihren gemeinsamen Traum für sie beide zu erleben: eine Reise zum Amazonas – im eigenen Haus! Dazu befestigt der ehemalige Ballonverkäufer Tausende Luftballons an seinem Häuschen und entschwebt in den Himmel. Dass sich dabei ein kleiner Gast, der etwas pummelige Pfadfinder Russell, einschleicht, wodurch das ganze Unterfangen mehr als chaotisch wird, war nicht geplant. Als das Abenteuer aus dem Ruder laufen zu droht, muss Carl sich entscheiden: Soll er den Traum seiner Frau verwirklichen oder dem kleinen Jungen helfen?

Mein Fazit: Ein guter Film – mit Einschränkungen. Durch die 3-D-Technik erreicht der Film eine noch nie dagewesene und ungeheure Tiefe. Diese fehlt ihm stellenweise aber in der Geschichte. “Oben” ist sehr emotional und so mancher mag hier und da ein paar Tränen vergießen, doch es mangelt an einem überzeugenden Gesamtkonzept. Es schleichen sich Szenen ein, die haarsträubend anmuten, mehr als lächerlich wirken und dem Film jegliche Glaubwürdigkeit rauben.

“Oben” ist ein netter Zeitvertreib an einem regnerischen Nachmittag, für Familien mit kleinen Weltentdeckern und Abenteurern. Erwartet man allerdings ähnlich Faszinierendes wie in WALL-E, ein Film, der fast komplett ohne Sprache auskam, oder Ratatouille, der mit enormer Liebe zum Detail ausgestattet war, so wird man hier enttäuscht. “Oben” ist ein reiner Film für Kinder. Das erwachsene Publikum kann er meiner Meinung nach nicht begeistern.

Geschrieben von: Stefanie Schätzler

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1 Kommentar »

  1. “Der zehnte Film von Pixar – der beste von allen” , so wurde der Film promotet. Auch mich hat “Oben” damit ins Kino gelockt. Zugegebenermaßen als Fan der Pixar Animationswerkstätte war ich gespannt, ob er die anderen Meisterwerke tatsächlich übertrumpfen konnte.
    Doch dem war nicht so. Bei weitem nicht! Kein Vergleich zu “Finding Nemo”, “Rattatouile” und Co. Ja selbst der praktisch nur aus Sounddesign bestehende “Wall-E” konnte mehr Gefühl erzeugen.

    “Oben” ist in meinen Augen keinen Kinobesuch wert! Der Artikel bringt es treffend auf den Punkt!

    Kommentar: max – 16. Oktober 2009 um 00:03

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