„Up in the Air“ ist wohl der perfekte Film zur Wirtschaftskrise: Hauptdarsteller Ryan Bingham (George Clooney) lebt davon, Mitarbeiter krisengeschüttelter Unternehmen zu feuern. Er springt für all die feigen Bosse ein, die ihre Belegschaft nicht selbst vor die Tür setzen wollen. Und so überzeugt der redegewandte Ryan Tag für Tag verzweifelte Menschen davon, dass ihr Rausschmiss keine Katastrophe, sondern viel mehr eine Chance sei.
Wegen seines Jobs lebt er ständig zwischen portionierter Seife und Vielfliegermeilen. Und das gefällt ihm auch. Ryan fühlt sich nämlich dort zuhause, wo die meisten anderen Menschen keine Sekunde länger als unbedingt nötig verbringen wollen: an den Flughafenschaltern und in den Hotelzimmern dieser Welt. Sein Glück ist perfekt, als er eines Abends in einer Bar auf Alex (Vera Farmiga) trifft, ebenfalls berufsbedingte und leidenschaftliche Vielfliegerin. Schon bald finden sich die beiden in einer Romanze quer durch die USA wieder. Umso größer ist Ryans Ärger, als sein eigener Job wegen eines neuen Geschäftsmodells seiner resoluten Kollegin Natalie (Anna Kendrick) zu wackeln beginnt… (mehr…)
Als großer Katzenfan und Bücherwurm habe ich mich wahnsinnig darauf gefreut, dieses Buch zu lesen. In “Dewey und ich“ erzählt Vicki Myron, die ehemalige Leiterin der Stadtbibliothek Spencer in Iowa (USA), die Geschichte des Bibliothekskaters Dewey:
An einem kalten Jännermorgen im Jahr 1988 findet die Autorin den Kater als acht Wochen altes Kätzchen in der Buchrückgabebox ihrer Bibliothek. Von diesem Tag an ändert sich nicht nur das Leben von Vicki Myron – sondern auch die Popularität der Bibliothek.
Denn Dewey ist ein ganz besonderer Kater: Er verändert das Leben der Menschen, die ihm begegnen. Dewey bringt Kinder zum Lesen und hilft ihnen, ihre Ängste zu überwinden, er lenkt Eltern von ihren Sorgen ab und lehrt Kranke und Arbeitslose wieder zu Lachen. Dewey bringt jedermann dazu, einmal kurz innezuhalten und nachzudenken. Bald werden die ersten Medien auf den Vierbeiner aufmerksam und schnell wird er der berühmteste Kater der Welt – sogar in China kennt man den Bibliothekskater. In seiner Heimatstadt nehmen die Menschen bald einen stundenlangen Umweg in Kauf, nur um ihn zu sehen. Im stolzen Alter von 19 Jahren stirbt Dewey schließlich. (mehr…)
Thomas Vanek, aktuell Österreichs erfolgreichster Sportexport, veröffentlichte einen Tag vor seinem 26. Geburtstag am 19. Jänner seine Autobiographie „Das Spiel meines Lebens“. Für manche erscheint der Zeitpunkt zu früh – Thomas Vanek sollte doch noch viele erfolgreiche Jahre in der US-amerikanischen NHL, der stärksten Eishockeyliga der Welt, vor sich haben. Doch „Das Spiel meines Lebens“ überrascht mit vielen interessanten Geschichten über den bisherigen Erfolgslauf des Stürmers der Buffalo Sabres.
Zu Beginn der Autobiografie befindet sich Thomas Vanek in einer ungewohnten Rolle: Ein Puck hat ihn wenige Tage zuvor im Gesicht getroffen und ihm den Kiefer zertrümmert. Jetzt ist der Eishockey-Star zum Zusehen verurteilt.
Von der Tribüne aus beobachtet er seine Teamkollegen bei einem emotional wichtigen Spiel – nur wenige Stunden zuvor stürzte in Buffalo ein Flugzeug in ein Wohnhaus, wenige Minuten von Thomas Vaneks Haus entfernt. Begleitet von Kommentaren des teameigenen Fernsehsenders verfolgt der Leser dieses Spiel gegen die San Jose Sharks. Währenddessen lässt Thomas Vanek seine Gedanken schweifen … (mehr…)
Die 7-jährige Olive (Abigail Breslin) ist liebenswert, ein wenig pummelig und sie will unbedingt an dem Schönheitswettbewerb zur „Little Miss Sunshine“ teilnehmen. Trotz beruflichem Stress wollen ihr ihre Eltern (Toni Collette und Greg Kinnear) den Wunsch nicht abschlagen und machen sich mit Olive auf den langen Weg Richtung Kalifornien. Mit an Bord ist Olives heroinsüchtiger Opa (Alan Arkin), ihr schweigender Bruder Dwayne und ihr selbstmordgefährdeter Onkel Frank (Steve Carell). Wenn sich eine so kaputte Familie in einem ebenso kaputten VW-Bus auf die Reise macht, kann einiges schief gehen – und das tut es auch…
Little Miss Sunshine (Regie: Jonathan Dayton und Valerie Faris) ist eine liebevolle Geschichte über familiären Zusammenhalt und darüber, wie überbewertet Perfektion ist: Olive und ihre Familie müssen zwar Niederlagen hinnehmen, aber sie lernen, dass sie gemeinsam stark sind. Die schrägen Protagonisten sind mit all ihren Fehlern sehr sympathisch. Besonders Alan Arkin und Steve Carell sorgen für einige sehr witzige Szenen.
Durch die sanften Farben und das Gespür für schöne Bilder ist der Film eine wahre Augenweide. Der melancholische Film-Soundtrack von DeVotchKa untermalt die Stimmung perfekt. Fazit: Ein sehr empfehlenswerter Film für die ganze Familie!
Geschrieben von: Verena Lugstein.
Häuser werden für 99 Euro verlost, Wirtschaftskrise und Schweinegrippe bringen die Welt durcheinander, Männer dürfen im Fernsehen wieder weinen – das Jahr 2009 brachte viele Veränderungen mit sich. Erinnern Sie sich zum Beispiel noch an die Angelobung des ersten afroamerikanischen Präsidenten der USA? Oder an den Wahlmarathon in Österreich und die daran anschließende Katerstimmung im Roten Lager?
„Schlagzeilen 2009“ bietet einen Überblick über die denkwürdigsten und kuriosesten Begebenheiten des Jahres – in der typischen Manier der Kronen Zeitung. Kompakt, ausführlich bebildert und im allseits bekannten Layout sind die wichtigsten Schlagzeilen auf knapp 140 Seiten festgehalten. Natürlich umfasst das neue „Krone“-Schlagzeilenbuch auch alle amüsanten und pikanten „Adabei“-Geschichten – von der Krönung des neuen „Dancing Stars“ bis zu „Mausi“ Lugners Schatzsuche im RTL Dschungelcamp. Als besonderes Zuckerl enthält der Band außerdem das Horoskop für das Jahr 2010 und den Sonderteil „50 Jahre Neue Kronen Zeitung“. (mehr…)
„Antonio im Wunderland“ ist die gelungene Fortsetzung des Bestsellers „Maria, ihm schmeckt’s nicht“ von Jan Weiler, der damit erneut meinen Lachnerv punktgenau getroffen hat.
Diesmal dreht sich alles um Antonio Marcipane. Er kann nach 37 Arbeitsjahren endlich in Rente gehen, glücklich, zufrieden und sorglos. Nun – nicht ganz, denn Antonios größter Wunsch ist bislang unerfüllt geblieben: nach Amerika zu gehen oder dieses Land der unbegrenzten Möglichkeiten zumindest einmal zu besuchen. Diesen Lebenstraum erfüllt er sich nun – natürlich in Begleitung seines Freundes Benno und seines Schwiegersohnes. Abenteuer und kleine Katastrophen sind vorprogrammiert … (mehr…)
Wer sich in die richtige Halloween-Grusel-Stimmung versetzten möchte, sollte unbedingt zu dem Klassiker „Das Schweigen der Lämmer“ greifen!
Worum geht’s? Das FBI muss hilflos zusehen, wie ein Serienmörder, der nur als Buffalo Bill bekannt ist, Frauen ermordet und ihnen die Haut abzieht. Es gibt nur eine einzige Person, die den Kriminalisten helfen kann: der Psychiater Dr. Hannibal Lecter. Er wäre dem FBI durch seine außergewöhnliche Intelligenz und seinen scharfen Verstand sehr nützlich. Der Haken an der Sache: der Doktor ist selbst ein Serienmörder. Trotzdem wird die junge FBI Praktikantin Clarice Starling auf ihn angesetzt. Sie beginnt sich mit Hannibal Lecter zu treffen und ahnt nicht, dass sie sich ihm schon beim ersten Gespräch völlig ausliefert … (mehr…)
Der in seiner Jugend in die USA ausgewanderte afghanische Autor Khaled Hosseini setzt mit seinem zweiten Roman “Tausend strahlende Sonnen” ein Zeichen gegen den Krieg und den Terror durch die Taliban in Afghanistan. So drastisch er dies schildert, so berührend und herzergreifend ist diese Geschichte zugleich.
Der Roman erzählt das Schicksal zweier Frauen und deren Lebensumstände in Afghanistan: Gegen ihren Willen wird Mariam im Alter von 15 Jahren an den 30 Jahre älteren Witwer Raschid verheiratet. Für das Mädchen stehen ab nun Schläge und Vergewaltigungen durch ihren Ehemann an der Tagesordnung. Es wird ihr untersagt, das Haus ohne Burka zu verlassen oder alleine auf die Straßen Kabuls zu gehen. (mehr…)
Halloween ist keine amerikanische Erfindung, um die Wirtschaft anzukurbeln – “all hallows evening” ist das alte, keltische Neujahrsfest Samhain. Der Sommer wurde verabschiedet, der Winter willkommen geheißen. In dieser magischen Nacht war es den verstorbenen Seelen, den Geistern, möglich, zurückzukehren. Um die Geister zu verschrecken, zündete man am Vorabend von Samhain auf den Hügeln Getreideopfer an. Vor den Häusern wurden Speisen und Getränke für die Besucher aus der anderen Welt aufgestellt, um die Toten zu ehren und sie zu besänftigen und damit sie keine Schäden am Haus und an den Bewohnern anrichten. Später wurden Gesichter und Fratzen in Rüben geschnitten, um die Geister glauben zu machen, dass in diesem Haus bereits eine verdammte Seele wohnte.
Um 1850 wanderten viele Iren in die USA aus und nahmen diesen keltischen Brauch mit. Da Rüben in den Staaten Mangelware waren, schnitzte man die Gesichter in Kürbisse.
Obwohl Halloween heute in Österreich keine religiöse Bedeutung hat, so feiern wir die Feste doch gerne, wie sie fallen. Ein passendes Rezept, die richtige Deko und Halloween kann kommen! (mehr…)
Der Friedensnobelpreis 2009 wurde überraschend an Barack Obama, den 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, vergeben. Das Nobelpreiskomitee in Oslo zeichnete Obama vor allem wegen seiner „außerordentlichen Bemühungen zur Stärkung der internationalen Diplomatie“ aus. Eine große Rolle spielte außerdem Obamas Einsatz für eine atomfreie Welt. Der norwegische Komiteechef Thorbjörn Jagland sagte angesichts der noch sehr kurzen Präsidentschaft Obamas: „Alles, was er in seiner Zeit als Präsident angepackt hat, und wie sich das internationale Klima durch ihn verändert hat, ist schon mehr als Grund, ihm den Friedensnobelpreis zu verleihen.“
Barack Obama erhält fast eine Million Euro für seine Verdienste. Am 10. Dezember, dem Todestag von Alfred Nobel, wird der amerikanische Präsident den Preis in Oslo entgegennehmen. Der Präsident der USA hat sich gegen 172 Einzelpersonen und 33 Organisationen durchgesetzt. Nominiert waren unter anderem der französische Staatschef Nicolas Sarkozy und Ingrid Betancourt, die lange Zeit in Kolumbien als Geisel gehalten wurde. Insider rechneten Obama keine Chancen aus.
Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung an den finnischen Ex-Präsidenten Martti Ahtisaari, der für seine Vermittlung in mehreren internationalen Konflikten geehrt wurde. Mit Barack Obama reiht sich eine weitere große Persönlichkeit in die Liste unvergesslicher Friedensnobelpreisträger, wie Shimon Peres, Kofi Annan, Mutter Teresa oder Nelson Mandela ein.
Geschrieben von: Alina Maria Spannlang