15. Apr 2015

Der Biophilia-Effekt – Clemens G. Arvay

Kategorien: Gesundheitsratgeber, Österreich

Der Biophilia-Effekt“, das neue Buch von Clemens G. Arvay, ist endlich da! Nach seinen vorherigen Bestsellern Friss oder Stirb“, „Leb wohl, Schlaraffenland“ (zusammen mit Roland Düringer), „Der große Bio-Schmäh“ und „Hilfe, unser Essen wird normiert“ erscheint jetzt Arvay’s neuestes Werk „Der Biophilia-Effekt“, in dem der Autor ausführlich darauf eingeht, wie sich die Natur auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden auswirkt. Super interessante und lehrreiche Lektüre mit vielen Tipps für alle, die gerne bewusster mit der Natur leben und davon profitieren möchten.

Zum Inhalt:
Der Wald tut uns gut und das spüren wir auch selbst, ohne es überhaupt bewusst zu merken. Doch was bisher im Grunde mehr ein Gefühl war, wird jetzt auch von der Wissenschaft untermauert. Erforscht wird das heilende Band zwischen Mensch und Natur, dessen Effekt auf uns deutlich größer ist, als wir bisher geahnt hatten. So kommunizieren Pflanzen ganz unbemerkt mit unserem Immunsystem und stärken dabei unsere Abwehrkräfte. Bäume sondern unsichtbare Substanzen ab, die gegen Krebserkrankugen wirken können. Der Umgang mit der Natur trägt zur Heilung zahlreicher Krankheiten bei. Schon ein Spaziergang im Grünen heitert die Stimmung spürbar auf.
Clemens G. Arvay zeigt diesen „Biophilia-Effekt“ nicht nur, er erklärt auch, wie wir ihn mit verschiedenen Übungen besonders gut für uns nützen können – im Wald oder auch im eigenen Garten. Sich gesund und wohl zu fühlen und eine Verbindung zur Natur herzustellen ist überall möglich. Und in „Der Biophilia-Effekt“ erfahrt ihr wie das geht!


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Exklusives Interview für Weltbild:

  • Ihre Bücher beschäftigen sich mit unterschiedlichen Themen (Lebensmittelindustrie, Gesellschaft, Naturheilkräfte). Wie passt das alles zusammen? Gibt es einen roten Faden?

Meine Bücher haben eine Gemeinsamkeit. Sie drehen sich alle um Nachhaltigkeit, Ökologie und Natur. In diese Kategorien gehören unsere Lebensmittel ebenso wie die Landwirtschaft oder das Leben mit einem Garten. Über die heilenden Kräfte der Natur wollte ich schon immer schreiben. „Der Biophilia-Effekt“ ist aber kein Buch über Heilkräuter und Natur-Arzneien, sondern über das heilende Band zwischen Mensch und Natur.
Es geht um die medizinischen und auch psychologischen Wirkungen der Erfahrung der Natur. Bereits ein Waldspaziergang hat mehr Potential als ein Wellness-Urlaub. In der Waldluft befinden sich Substanzen, mit denen Pflanzen untereinander kommunizieren. Das sind sogenannte Terpene. Japanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass diese Substanzen, wenn wir sie im Wald einatmen, unser Immunsystem und gleich mehrere Anti-Krebs-Geschütze unseres Körpers stärken. Die natürlichen Killerzellen werden signifikant mehr und auch aktiver. Sie sind dafür verantwortlich, Viren aus dem Körper zu beseitigen und potenzielle Krebszellen zu töten. Die drei wichtigsten Proteine unseres Immunsystems im Kampf gegen Tumorzellen werden ebenfalls gestärkt. Waldluft regt die Nebennierenrinde an, mehr von der Herzschutzsubstanz DHEA zu produzieren.
Das waren nur ein paar Beispiele und es geht auch nicht nur um Wälder. Natur-Erfahrung hält uns auf verschiedenen Ebenen gesund, körperlich ebenso wie psychisch, und unterstützt bei der Heilung von Krankheiten auch ohne dass wir Naturarzneien einnehmen. Das Buch bietet auch Übungen, um diese Wirkungen der Natur zu verstärken und Anleitungen, wie man zuhause „heilende Gärten“ anlegen kann.
Die Recherchen für „Der Biophilia-Effekt“ haben meine Beziehung zur Natur nochmal vertieft, ich habe ganz schön gestaunt, was die moderne Wissenschaft schon alles über das heilende Band zwischen Mensch und Natur weiß.

  • Was hat Sie dazu bewegt Agrarbiologie zu studieren? Woher kommt Ihr ursprüngliches Interesse an der Natur?

Schon in meiner Kindheit war ich viel im Wald unterwegs und ich verbrachte viel Zeit im Garten meiner Eltern. Wie bei vielen anderen Menschen auch, sind meine schönsten Kindheitserinnerungen mit Naturerlebnissen verbunden. Mein Großvater war Botaniker und Forstwirt und nahm mich oft auf Streifzüge durch die Wälder mit. Vieles, was ich über Pflanzen weiß, habe ich von ihm gelernt. Irgendwie bin ich mit meinem Studium sozusagen in seine Fußstapfen getreten.

  • Wie lassen sich Ihrer Meinung nach das moderne Leben und Ihre Ausführungen zu den Themen Bio, Wald, Nahrung, etc. am besten miteinander vereinbaren? Was sind die ersten, einfachen Schritte, die man für ein bewusstes Leben mit der Natur setzen kann?

Glücklicherweise haben wir ja in Europa noch Natur und die Wissenschaft zeigt immer mehr auf, wie wichtig Naturflächen für unsere Gesundheit sind. Professor Qing Li, ein Mediziner an der Nippon Medical School in Tokyo, empfiehlt zum Beispiel, einmal pro Monat zwei Tage in einem Waldgebiet zu verbringen und an beiden Tagen ein paar Stunden zu wandern oder spazieren zu gehen. Er hat herausgefunden, dass man dann dauerhaft um 50-70 Prozent mehr natürliche Killerzellen im Blut hat als das reine Stadtleben bieten würde.
Auch die Stresshormone gehen im Wald zurück und psychische Belastungen werden besser. Außerdem haben Professor Li und sein Team festgestellt, dass etwa die Krebssterblichkeit in Waldgebieten signifikant geringer ist als in unbewaldeten Gebieten. Wälder und Natur haben offenbar etwas mit unserer Gesundheit zu tun, also gehen Sie in die Natur, so oft es geht.
Auch bei der Nahrung können wir ansetzen: Suchen Sie sich einen Bioladen des Vertrauens, wo ökologische Produkte angeboten werden, die wirklich noch von Bauern stammen und nicht von immer den selben riesigen Zulieferbetrieben der Agrarindustrie wie im Supermarkt.

  • Was wäre Ihr Tipp für jeden einzelnen Ihrer Leser?

Ich würde jedem Ihrer Kunden empfehlen, ab und zu im Wald unter einem Baum oder an einer schönen Lichtung ein Buch zu lesen. Die Umweltpsychologen Rachel und Steven Kaplan haben herausgefunden, dass Natur die Konzentration und Aufmerksamkeit – auch beim Lesen – stark fördert.

  • Haben Sie Lieblingsorte im Wald? Lieblingswälder?

Ich liebe Wälder generell. Jetzt im Frühling gehe ich gerne in Auenwälder. Am liebsten mag ich naturnahe Mischwälder, in denen eine eher sanfte Forstwirtschaft betrieben wird. Ich setze mich aber auch gerne auf Obstwiesen oder in meinen Garten, wo ich viele, viele Kapitel meiner Bücher geschrieben habe – und auch schon viele Bücher gelesen habe.

Also ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich für meinen Teil hab jetzt richtig Lust auf einen kleinen Spaziergang bekommen. Das Wetter ist heute aber auch zu verlockend! Also Arbeit schnell fertig machen (oder besser noch: einfach mal bis morgen liegen lassen, denn Arbeit läuft eh recht selten davon) und früher raus aus dem Büro und ab an die frische Luft. Bisschen die Natur genießen. Tut uns sicher gut! 🙂

Der Biophilia-Effekt – Clemens G. Arvay
  • 2015
  • 253 Seiten
  • 14,6 x 21,6 cm
  • Gebunden
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