
Das Kabinett des Dr. Parnassus (© Concorde Filmverleih)
„Das Kabinett des Dr. Parnassus“, das neue Leinwand-Meisterwerk von Regisseur Terry Gilliam („12 Monkeys“), startete am 6. Jänner in den österreichischen Kinos. Das Staraufgebot in dem Fantasy-Spektakel kann sich sehen lassen: Neben Christoper Plummer, Johnny Depp, Jude Law und Colin Farrell begeistert auch Heath Ledger die Kinobesucher. Der im Jänner 2008 verstorbene Schauspieler hatte seinen letzten Auftritt im „Kabinett des Dr. Parnassus“.
Zum Inhalt: Dr. Parnassus, seines Zeichens Magier, reist in einem alten Gefährt durch die Gegend, seine Theatertruppe im Schlepptau. Highlight ihrer Shows ist ein Zauberspiegel, der den Betrachter in ein Universum grenzenloser Fantasiewelten entführt. Eines Tages jedoch bekommt Dr. Parnassus Besuch vom Teufel höchstpersönlich, der sich die Tochter des Magiers holen will – so wie es ihm vor langer Zeit versprochen wurde. Um sein Kind zu retten, lässt der Magier sich auf ein weiteres Spiel mit dem Teufel ein: Demjenigen, dem es innerhalb von drei Tagen als erstem gelingt, fünf Seelen zu gewinnen, der bekommt das Mädchen. Somit kann das Spiel beginnen … (mehr…)
In dem Erfolgsfilm “Keinohrhasen” spielt Til Schweiger den rücksichtslosen Ludo, einen Sensationsreporter bei einem großformatigen Boulevardblatt. Als er sich auf der Jagd nach einer Story zu weit vorwagt, landet er vor Gericht und bekommt als Strafe Sozialstunden aufgebrummt. Die soll er in einem Kindergarten ableisten. Er ahnt nicht, dass damit sein bevorzugtes Mobbingopfer aus Kindertagen, die unscheinbare Anna (Nora Tschirner), seine Chefin wird. Anna hat ihm die Hänseleien nicht verziehen und macht ihm mit allen Mitteln das Leben schwer …
“Keinohrhasen” ist eine unterhaltsame, romantische Komödie. Nora Tschirner und Til Schweiger (der auch Regie geführt hat) spielen überzeugend und sympathisch, wie ihre Charaktere auf Umwegen zueinander finden. Auch ästhetisch ist der Film sehr gelungen: “Keinohrhasen” besticht durch schöne Bilder und harmonische Farben. Witzige Dialoge und prominente Besetzung bis in die Nebenrollen lassen auch über die Musikauswahl und unnötige Stunts hinwegsehen.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute – glücklich und zufrieden? Nicht ganz. Wie es nach dem Happy End mit Anna und Ludo weitergeht, kann man jetzt im Kino sehen: Seit Dezember läuft “Zweiohrküken”, die erfolgreiche Fortsetzung von “Keinohrhasen”.
Geschrieben von: Verena Lugstein.
Zwei Jahre sind vergangen, seitdem der Society-Reporter Ludo (Til Schweiger) und die Kindergärtnerin Anna (Nora Tschirner) zueinander gefunden haben. Die beiden sind in der Zwischenzeit zusammengezogen und der Beziehungsalltag hat sie eingeholt.
Auf gewohnt witzige und warmherzige Weise widmet sich der Film „Zweiohrküken“ den kleinen und großen Problemen in der Beziehung zweier Menschen: Anna und Ludo wohnen jetzt zusammen und arbeiten auch beide in Annas Kinderhort. Die ersten Auseinandersetzungen lassen da nicht lange auf sich warten – egal, ob es ums Aufräumen geht oder darum, wer die Flaschen zur Leergutannahme bringt. Die Begegnung mit Ludo’s Ex-Freundin führt schließlich zur ersten Krise und beschert dem Publikum zahlreiche witzige Szenen zum lauthals Draufloslachen. Mit dem vorübergehenden Einzug von Annas Ex-Freund Ralf (Ken Duken) und dem Fund einer geheimen Männer-Liste von Anna hat schließlich auch Ludo allen Grund zur Eifersucht … (mehr…)
Woody Allen ist ein Phänomen: Er ist 74 Jahre alt, hat beinahe ebenso viele Filme abgedreht und ist immer noch aktiv im Show-Biz. „Whatever Works“ ist sein neuestes Werk, das sich nahtlos in die Tradition vorangegangener Großstadt-Komödien einreiht: Mit seinen Geschichten von neurotischen Stadtpflanzen ist Woody Allen in den 1970er Jahren zum Inbegriff des Exzentrikers geworden.
In „Whatever Works“ wird die Hauptrolle des griesgrämigen Boris Yellnikoff nicht wie so oft von Woody Allen selbst verkörpert, sondern vom nicht minder verschrobenen Larry David. Boris wohnt in New York und ist ein Genie, was er nicht müde wird zu betonen. Seine Mitmenschen und vor allem die „minderbegabten“ Kinder, die er in Schach unterrichtet, sieht er dagegen als „Maden“, „Kretins“ oder „Neandertaler“. Boris verbringt seine Tage damit, seine Umwelt vor den Kopf zu stoßen und seine Neurosen zu hegen. Sein Leben wird jedoch gehörig aus der Bahn geworfen, als er die Ausreißerin Melody (Evan Rachel Wood) von der Straße aufliest. Die ist jugendliche 21, stammt aus einer tief religiösen Südstaaten-Familie und schafft es, Boris’ bizarres Weltbild zu verändern – wenngleich ihre Unbekümmertheit und ihre Naivität ihn schier in den Wahnsinn treiben. (mehr…)
Die Erzählung „Eine Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens ist wohl die Weihnachtsgeschichte schlechthin. Das Weihnachtsmärchen wurde 1843 erstmals veröffentlicht. Es erzählt vom knausrigen Ebenezer Scrooge, der am Weihnachtsabend von seinem verstorbenen Teilhaber Jacob Marley und in weiterer Folge von drei Geistern der Weihnacht heimgesucht wird.
Weihnachten ist für Ebenezer Scrooge, der mit seinem Geld lieber Arbeitshäuser als die Armen unterstützt, ein unsinniges Fest, purer „Humbug“, wie er es nennt. Die drei Geister – der Geist der vergangenen, der diesjährigen und der zukünftigen Weihnacht – erinnern den verbitterten Kaufmann jedoch an den Menschen, der er einst war. Mittels dreier Zeitreisen versuchen sie, ihn zurück auf den rechten Weg zu bringen. Von ihrem Erfolg wird schließlich nicht nur das Leben von Mr. Scrooge abhängen … (mehr…)
Mit Songs wie “Bad”, “Thriller”, “Beat It”, “Billy Jean” oder “Heal The World” prägte der King of Pop die Musikszene. Jeder erinnert sich wohl auch noch an den Moonwalk, der in den 1980er Jahren durch Michael Jackson bekannt und von tausenden Fans imitiert wurde.
Vier Monate nach Jackos Tod findet heute die Premiere des Films “This Is It!“ statt – in mehr als 25 Ländern der Welt, wobei 15 Premieren gleichzeitig beginnen werden. In Los Angeles waren Karten für die Vorstellung innerhalb von 2 Stunden ausverkauft und auch Fans in Österreich und Deutschland stehen Schlange, um die letzten Tickets zu ergattern. (mehr…)
Stieg Larsson-Fans aufgepasst: Die Verfilmung von “Verblendung”, dem ersten Teil der Millennium-Trilogie, ist seit 16. Oktober auch in den österreichischen Kinos zu sehen!
Zum Inhalt: Ein 16-jähriges Mädchen verschwindet spurlos. Sein Onkel, der schwedische Industrielle Henrik Vanger, gibt die Suche jahrzehntelang nicht auf. Mit 82 Jahren versucht er es noch ein letztes Mal und engagiert den Journalisten Mikael Blomkvist, der mit der Hackerin Lisbeth Salander auf dunkle Geheimnisse stößt. Je tiefer sie in die Geschichte der Industriellenfamilie eintauchen, desto mehr Erschreckendes erfahren sie. Am Ende bringen die beiden sich dabei auch noch selbst in Gefahr… (mehr…)
Wir sind Kinder des Plastikzeitalters – und das seit 1907, als der Belgier Leo Hendrik Baekeland den Stoff, aus dem die quietschbunten Träume sind, erfunden hat. Jährlich werden 240 Millionen Tonnen Kunststoff herstellt, mit der Gesamtproduktion der letzten hundert Jahre könnte man den Erdball sechs Mal umwickeln. Plastik ist leicht, praktisch, bruchfest – und umstritten, wie Werner Boote (u. a. Regie Kurt Rydl – Der Gladiator) in seiner sozialkritischen Dokumentation Plastic Planet zeigt.
Es ist vor allem das Müllproblem, das dem Image von Kunststoffen schadet: In den Weltmeeren sind heute sechs Mal mehr Plastikpartikel zu finden als Plankton! Kunststoffe belasten Böden und Gewässer bis zu 500 Jahre lang – die Verantwortung für die Beseitigung der Müllberge schiebt die Industrie allerdings der Gesellschaft zu. (mehr…)
Katherine Heigl und Gerard Butler spielen in ihrem neuen Film „Die nackte Wahrheit“ (seit 02.10.2009 im Kino) ein Paar wie es unterschiedlicher nicht sein könnte:
Sie (eine ordnungsliebende und leicht neurotische Fernsehproduzentin) glaubt nach wie vor an den perfekten männlichen Partner, der alle zehn Punkte auf der Prioritätenliste erfüllt, die sie vor ihrem geistigen Auge in Hinblick auf den tadellosen Mann verfolgt.
Er (Moderator mit einer Vorliebe für derbe Witze, vor allem in Richtung weibliches Geschlecht) hat jede Hoffnung auf eine richtige Liebesbeziehung aufgegeben. Und dieser Mann soll ihr nun helfen, den perfekten Lover an Land zu ziehen. Dazu ein paar witzige Situationen, eine nicht unbedingt aktuelle Liebesgeschichte (sprich: eine Frau – zwei Männer) et voilà: fertig ist die neue Liebeskomödie à la Hollywood.
Grundsätzlich eine nette Filmidee, hat man jedoch den ein oder anderen Vorspann gesehen, gibt es auch im restlichen Kinostück nichts Spannendes mehr zu entdecken. Aufgepeppt wird „Die nackte Wahrheit“ einzig und allein durch die sympathischen Hauptdarsteller, wobei die bezaubernde Katherine Heigl mehr Pluspunkte an Land zieht.
Alles in allem ist „Die nackte Wahrheit“ eine nette Unterhaltung für einen verregneten Samstagnachmittag, kommt aber über den Status einer 08/15-Liebeskomödie nicht hinaus.
Geschrieben von: Sarah Merl
Bei den heurigen Filmfestspielen in Cannes wurde Christoph Waltz als bester Darsteller ausgezeichnet – für seine Rolle in „Inglourious Basterds“, dem neuen Film von US-Regisseur Quentin Tarantino. Die internationalen Kritiker sind sich einig: Als SS-Offizier Hans Landa spielt Christoph Waltz sogar Brad Pitt an die Wand!
Christoph Waltz wurde am 4. Oktober 1956 in Wien geboren. Er studierte am Max-Reinhard-Seminar in Wien und am Lee Strasberg Theatre Institute in New York. Mit 19 Jahren debütierte er am Zürcher Schauspielhaus. Seit Ende der 1970er ist Christoph Waltz überwiegend fürs Fernsehen tätig: Ob in Krimiserien wie Derrick, Tatort, Stolberg und Der Alte oder in internationalen Film-Produktionen – meist spielt Christoph Waltz schwierige Charaktere wie Verbrecher, Psychopathen, zwielichtige Figuren oder skurrile Typen. (mehr…)